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Unterstützung der Gemeinschaft

  

Conakry (Guinea): Brief der Bettler von Conakry an die Gemeinschaft


 
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Conakry (Guinea): Brief der Bettler von Conakry an die Gemeinschaft
30. Juni 2011

Am 28. Februar 2009 wurde eine Gruppe von zweihundert Bettlern, von denen viele behindert sind, mit ihren Familien und Kindern aus Marché Niger, dem Stadtzentrum von Conkry, vertrieben. Wie in vielen europäischen Städten so ist der Grund auch in der Hauptstadt Guineas "die Bewahrung des städtischen Anstands". Die Bettler wurden gezwungen, auf sechs LKWs zu steigen, ihre armen Sachen wurden weggeworfen, dann wurden sie an den Stadtrand transportiert und sich selbst überlassen.

Die Gemeinschaft Sant'Egidio pflegt seit über zehn Jahren eine enge Freundschaft mit diesen obdachlosen Armen. Genau am Tag der Ausweisung hatte sie das Sozialministerium gebeten, für sie Räume in der sogenannten "Stadt der Solidarität" zur Verfügung zu stellen. Es ist ein einfaches und teilweise baufälliges Gebäude am Stadtrand von Conakry im Stadtviertel Taouyah.


Seitdem hat die Gemeinschaft verschiedene Initiativen ergriffen, um diesen armen Menschen zu helfen: ein Brunnen für Trinkwasser wurde eingerichtet, einige Gebäude in der "Stadt der Solidarität" wurden hergerichtet, Schirme zum Schutz vor Sonne und Regen besorgt, die Kinder in den Schulen angemeldet, die Schule des Friedens wird durchgeführt und eine regelmäßige Gesundheitshilfe angeboten; zusätzlich wurden Kleidung und Lebensmittel verteilt. Im Sommer 2009 wurden die Bettler sechs Monate lang in ein Nothilfeprogramm der italienischen Botschaft in Dakar aufgenommen.

Beim kürzlichen Besuch haben die zu einer Vereinigung (ASHADESG: Association des Handicapés Deminus Seciaux de Guinée) zusammengeschlossenen Bettler ihren Dank gegenüber der Gemeinschaft in einem Brief zum Ausdruck gebracht. Sie dankten für alles, was für sie getan wurde, und vor allem für die Treue einer nun schon über zehnjährigen Freundschaft.

Der Brief wurde vom Präsidenten der Vereinigung, Mamadou Diallo, vor allen und voller Rührung und mit lauter Stimme vorgetragen und berichtet von der Freude über "die regelmäßigen Besuche der Jugendlichen von der Gemeinschaft Sant'Egidio", die "uns seit Jahren helfen und nicht müde werden, uns zu unterstützen und unseren Kindern beim Lernen zu helfen".

Es ist ein Ausdruck der "Freude über Besuche, Betreuung und Hilfen durch euch für uns, die wir wie Fremde vertrieben und gedemütigt und so im nationalen Fernsehen gezeigt wurden".

Weiter heißt es: "Jedes Jahr nehmen wir am Weihnachtsessen teil, dort werden wir dagegen wie Ehrengäste begleitet".

Schließlich endet er mit der Bitte an Gott, "dass er die Gemeinschaft Sant'Egidio und all ihre ehrenamtlichen Jugendlichen, die den Armen helfen, segne".
 

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