change language
du bist dabei: home - pressearchiv newsletterkontaktlink

Unterstützung der Gemeinschaft

  

Deutsche Welle

25 August 2017

Migration

Zusammenstöße zwischen Polizei und Flüchtlingen in Rom

Mit Wasserwerfern ist die Polizei gegen aufgebrachte Migranten in Rom vorgegangen. Die Flüchtlinge hatten auf einem Platz kampiert, nachdem sie ihre bisherige Unterkunft räumen mussten.

 
druckversion

Rund 100 Flüchtlinge in Wohnungsnot hatten gewaltsam gegen ihre Lage protestiert, so die Polizei. Die Sicherheitskräfte setzten Wasserwerfer ein und nahmen zwei Personen fest. Zuvor seien Beamte mit Steinen, Pfefferspray und Gasflaschen beworfen worden.

Der Einsatz an der Piazza Indipenza nahe des Hauptbahnhofs sei außerdem notwendig geworden, weil einige Migranten eine alternative Unterbringung der Stadt nicht akzeptiert hätten. Das UN-Flüchtlingswerk UNHCR twitterte, dass auch Familien mit Kindern unter den Betroffenen seien.

 

Ihre bisherige Bleibe hatten die Flüchtlinge am Wochenende verlassen müssen. In dem ehemaligen Bürogebäude in der Nähe des Platzes hatten rund 1.000 vor allem aus Eritrea stammende Flüchtlinge mit anerkanntem Asylstatus gelebt. Die Betroffenen kampierten seither unter freiem Himmel auf der Piazza Indipendenza und in der Vorhalle der Kirche Santi Apostoli.

Italien Flüchtlinge Demo in Rom (Getty Image/AFP/A. Pizzoli)

Bei den meisten der protestierenden Migranten handelt es sich um Eritreer mit amtlichem Status als Flüchtling

Ersatzwohnungen für sechs Monate

Erst vier Tage nach der Räumung verständigten sich die Behörden auf eine Übergangslösung für den Verbleib der Flüchtlinge. So soll der Betreiber der geräumten Immobilie umgehend und ohne Kosten für die Stadt Rom Ersatzwohnungen für sechs Monate bereitstellen.

Medien berichteten, insgesamt seien für etwa 180 Menschen Übergangsunterkünfte in Aufnahmezentren in der Nähe der Stadt angeboten worden. Eine Mehrzahl der Flüchtlinge habe dies jedoch mit der Begründung abgelehnt, nicht zu wissen, wie es danach weitergehe.

Zudem sei man in der aktuellen Wohngegend integriert. "Unsere Kinder gehen hier im Viertel zur Schule, und viele von uns haben hier Arbeit", sagte einer der Flüchtlinge der Zeitung "La Repubblica". Das ehemalige Bürogebäude war 2013 von den Migranten bezogen worden. Die katholische Gemeinschaft Sant'Egidio kritisierte, die Räumung schade der Integration. Zudem erhöhe sie die Zahl der Obdachlosen in Rom.

uh/qu  (dpa, rtr, kna)


 LESEN SIE AUCH
• NEWS
18 Dezember 2017

Internationaler Tag der Migranten – für eine Kultur des Dialogs, der Gastfreundschaft und der Inklusion

IT | ES | DE | FR | CA
22 November 2017

Auch in Belgien werden humanitäre Korridore für die Flüchtlinge eingerichtet

IT | ES | DE | FR | PT | CA | NL | RU
7 November 2017
BANGLADESCH

Die ersten Hilfslieferungen von Sant’Egidio für die Rohingyaflüchtlinge in den Lagern in Bangladesch

IT | ES | DE | FR | CA | NL | RU
20 Oktober 2017
POLEN

Über 30 Städte Polens im Gebet für die Flüchtlinge vereint

IT | ES | DE | RU | PL
19 Oktober 2017

Migranten, Sant’Egidio – die heute vom Europaparlament eingeleitete Reform des Dublin-Verfahrens ist positiv

IT | ES | DE | FR
25 September 2017
BERLIN, DEUTSCHLAND

Sant'Egidio erreicht Familienzusammenführung von Flüchtlingen durch einen humanitären Korridor

alle neuigkeiten
• RELEASE
11 Februar 2019
Vatican Insider

Riccardi: tra Italia e Vaticano c’è freddezza ma non rottura

13 März 2018
RP ONLINE

Flucht, Abi, Studium

21 Februar 2018
OnuItalia

Rohingya: la crisi nei colloqui di Sant’Egidio con la premier del Bangladesh

14 Februar 2018

Der Weg bleibt beschwerlich

6 Februar 2018
Giornale di Sicilia

«Ma l'integrazione da noi è possibile»

30 Januar 2018
La Vanguardia

Treinta sirios llegan a Italia con los llamados "corredores humanitarios"

die ganze presseschau
• DOKUMENTE

Dossier: What are the humanitarian corridors

alle dokumente

FOTOS

218 besuche

213 besuche

250 besuche

128 besuche

130 besuche
alle verwandten medien